11. April 2026 | 18:00
Matthias starb nach seiner Festnahme und einem stundenlangen Verhör durch die Stasi 1981 im Stasi-Knast von Gera. Conny wurde 1989 nach einer Antifa-Aktion in Göttingen von der Polizei durch die Straßen gejagt, bis sie von einem Auto tödlich überfahren wurde. Silvio wurde 1992 in Berlin-Friedrichshain von Neonazis ermordet.
Wir wollen darüber sprechen, was es für uns menschlich und politisch bedeutet, wenn unsere Mitstreiter*innen und Freund*innen ermordet werden oder zu Tode kommen. Wir werden Beiträge von Matthias’ hinterbliebener Familie lesen, die leider selbst nicht vor Ort teilnehmen kann. Außerdem haben wir Freunde von Conny und Silvio eingeladen, die uns erzählen werden, wie sie ihren Tod erlebt haben und wie die Bewegung damals reagierte.
17 Uhr Türen und Bar offen
18 Uhr Beginn des Gesprächs
Veranstaltung im Rahmen des Gedenken zum 45. Jahrestag von Matthias Domaschks Tod
Am 12. April 1981 kam Matthias Domaschk im Stasi-Gefängnis von Gera zu Tode. Er wurde erhängt in seiner Zelle aufgefunden.
Matthias war in der Jenaer Oppositionsszene der 1970er Jahre aktiv gewesen. Er initiierte Lesekreise und eine Untergrundbibliothek, unterstützte Gefangene, traf Dissident*innen der Charta 77 und von Solidarność in der Tschechoslowakei und Polen und diskutierte über die Revolution in Ost und West. Er war auch Roadie der Band Uller, Freund, Partner und Vater. Sein gewaltsamer Tod ließ so viele Menschen schockiert und in Trauer zurück.
Wir möchten am Wochenende vom 11./12. April 2026 anlässlich des 45. Todestags seiner gedenken und miteinander Gespräch kommen.
