Lesung “Babylonisches Repertoire”

21. Oktober 2026 | 19:30–21:30

🏳️‍🌈✡️ “Baby­lonis­ches Reper­toire” ✡️🏳️‍🌈
Ein Panop­tikum aus Erzäh­lun­gen, albern, nach­den­klich, dem Irrsinn unser­er Tage entwach­sen.
Eine Lesung mit Gabriel Wolken­feld.

Die Auf­tak­tver­anstal­tung der Queer-Jüdis­chen Tage 2026 bildet eine Vorstel­lung des Buchs “Baby­lonis­ches Reper­toire” durch den Autor Gabriel Wolken­feld am 21.10.2026 um 19:30 Uhr. Wolken­feld erzählt in seinem Roman die Geschichte ein­er jüdis­chen Fam­i­lie über drei Gen­er­a­tio­nen und Län­der­gren­zen hin­weg, ein­set­zend in Litauen vor dem Krieg über Usbek­istan und Sow­jetrus­s­land bis ins Israel der Gegen­wart: Weil der 86-jährige Avig­dor Seliger nicht mehr spricht, steckt ihn seine Tochter Han­nah in ein Alter­sheim. Die Ärzte sind sich nicht sich­er: Verir­rt sich der Mann allmäh­lich in den Nebeln der Demenz oder ver­weigert er das Sprechen bewusst? Weil Enkel Yair fürchtet, der Groß­vater kön­nte seinen Bezug zur Real­ität ver­lieren, erzählt er ihm jene Geschicht­en, die der Senior während der Schulfe­rien am See Genezareth einst ihm erzählt hat. Allerd­ings erin­nert sich Yair nicht immer genau. Er erfind­et hinzu, übertreibt, wan­delt ab – in der Hoff­nung, den Groß­vater doch noch aus der Reserve zu lock­en und sich selb­st vom eige­nen Leben­schaos Liebess­chla­mas­sel im Tel Aviv der Gegen­wart abzu­lenken…

Über den Autor:
Gabriel Wolken­feld, 1985 in Berlin geboren, studierte Ger­man­is­tik, Rus­sis­tik und Lit­er­atur­wis­senschaft und lebte für jew­eils ein Jahr in Est­land, Rus­s­land und der Ukraine. Neben den Roma­nen Wir Pro­pa­gan­dis­ten und Baby­lonis­ches Reper­toire veröf­fentlichte er drei Gedicht­bände. 2026 erschien im Müry Salz­mann Ver­lag eine Samm­lung von Märchen. Für sein Schreiben gewann Wolken­feld u. a. den Hanns-Meinke-Preis und den Ulrich-Gras­nick-Lyrikpreis.

Datum:

21. Okto­ber 2026    

Zeit:

19:30–21:30

Veranstaltungskategorie/n:

Veranstaltungsort:

Urban­oth­ek
Erfurter Straße 39
Weimar

Veranstalter*in:

Queer-Jüdis­che Tage 2026