Liza ruft — Film und Gespräch

9. März 2026 | 18:30

Gerne empfehlen wir die Filmvor­führung “Liza ruft” und anschließen­den Gespräch mit dem Regis­seur vom Bund deutsch­er Pfadfinder:innen — rot­er Efeu und dis­sens hin.

Wann: Mon­tag, 09. März 18:30
Wo: TaF am Fichteplatz in Jena

“Liza ruft!” ist ein Doku­men­tarfilm über den Holo­caust, den jüdis­chen Wider­stand und die Erin­nerungspoli­tik in Litauen und das erste Porträt ein­er jüdis­chen ehe­ma­li­gen Par­ti­sanin über­haupt. Im Gespräch mit Fania Brantsovskaya, ihren Ange­höri­gen und Weggefährt:innen schafft „Liza ruft!“ das intime und lebendi­ge Bild ein­er beein­druck­enden Frau, die bei­des ist: ein Opfer von fortwähren­der Ver­fol­gung eben­so wie eine uner­müdliche und stre­it­bare Akteurin im Kampf für Frei­heit und Gerechtigkeit.

Die Erin­nerung an den jüdis­chen Wider­stand war sowohl in der Sow­je­tu­nion als auch im Litauen nach 1990 von staatlichem Geschicht­sre­vi­sion­is­mus bedro­ht. Das Gedenken an den Wider­stand gegen den Nation­al­sozial­is­mus war zwar Teil der sow­jetis­chen Staat­srä­son, Erin­nerung expliz­it an den jüdis­chen Wider­stand sowie an die Shoah wur­den jedoch unter­drückt. Nach 1990 wiederum stiftete die geschicht­sre­vi­sion­is­tis­che Erzäh­lung von einem “braunen Holo­caust” – gemeint sind die NS-Ver­brechen – sowie einem “roten Holo­caust” – die Ver­brechen der Sow­je­tu­nion – der jun­gen litauis­chen Nation eine Iden­tität und Legit­im­ität durch die Abgren­zung von jenen Ver­brechen. Diese Erin­nerungspoli­tik ebnete schließlich den Weg für eine Welle des anti­semi­tis­chen Has­s­es, die auch vor Fania und ihren Mitkämpfer:innen nicht Halt machte.

Mehr Infor­ma­tio­nen unter: https://www.instagram.com/p/DVLGihgDOhV/?igsh=MXJlNGZvYTdoZXRrag==

Datum:

9. März 2026    

Zeit:

18:30

Veranstaltungskategorie/n:

Veranstaltungsort:

Tre­ff­punkt am Fichteplatz (TaF)
Fichteplatz 9
Jena-Süd

Veranstalter*in:

Veranstaltungslink: