“Die Möllner Briefe” — Film und Gespräch

25. März 2026 | 19:00

Am 25. März, 19:00 Uhr, wird im Kino am Markt der Doku­men­tarfilm „Die Möll­ner Briefe“ gezeigt, im Anschluss wird es ein Pub­likums­ge­spräch mit der Regis­seurin Mar­ti­na Priess­ner geben. Organ­isiert wird die Ver­anstal­tung vom DGB-Bil­dungswerk Thürin­gen & NSU-Kom­plex auflösen Jena (Ins­ta). Kommt gerne rum!

Zum Hin­ter­grund des Films: Im Novem­ber 1992 zer­störte der ras­sis­tis­che Bran­dan­schlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und sein­er Fam­i­lie. Der damals sieben­jährige İbrahim über­lebte, ver­lor aber seine Schwest­er, seine Cou­sine und seine Groß­mut­ter. Die Stadt Mölln erhielt Hun­derte Briefe mit Sol­i­dar­itäts­bekun­dun­gen, von denen aber fast drei Jahrzehnte nie­mand Notiz nahm. Der Film fol­gt İbrahim bei der Ent­deck­ung dieser Briefe und bei der Begeg­nung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugle­ich zeich­net er ein kom­plex­es Porträt des anhal­tenden Trau­mas, das İbrahim und seine Geschwis­ter bis heute beein­trächtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnis­sen gefun­den, indem er aktiv gegen Ras­sis­mus kämpft und sich für eine Erin­nerungskul­tur ein­set­zt, die die Opfer ins Zen­trum stellt. Sein Brud­er Namik hinge­gen befind­et sich noch am Anfang seines Wegs der Bewäl­ti­gung. Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrun­gen der Über­leben­den, er deckt auch die große Sol­i­dar­ität auf, die es damals gab – eine Sol­i­dar­ität, von der die Opfer bis zu diesem Zeit­punkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwis­chen Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart und nimmt eine Per­spek­tive des Erin­nerns ein, die den Stim­men der Betrof­fe­nen den Raum und die Anerken­nung gibt, die sie ver­di­enen.

Tick­ets gibt es direkt beim Kino am Markt. Für Gew­erkschaftsmit­glieder ste­hen in begren­ztem Umfang Freikarten zur Ver­fü­gung. Schreibt dazu bitte eine Mail an info@dgb-bwt.de.

Datum:

25. März 2026    

Zeit:

19:00

Veranstaltungskategorie/n:

Veranstaltungsort:

Kino am Markt
Markt 5
Jena

Veranstalter*in:

NSU-KOMPLEX AUFLÖSEN JENA